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Honig-Informationen

Vom Nektar zum Honig

Die Entstehung von Honig ist ein kleines Wunder der Natur, das der Mensch sich schon seit Urzeiten zunutze macht. Trotzdem hat es nichts von seiner Faszination verloren.

Wann immer wir in der Natur Bienen begegnen, sind sie gerade mit der Produktion von Honig beschäftigt. Bienen sammeln Nektar von Blüten und Honigtau von Baumnadeln und Blättern.

Dass Honig ein natürliches und ganz besonders wertvolles Lebensmittel ist, wird deutlich, wenn man sich bewusst macht, was für die Herstellung von einem Kilogramm Honig erforderlich ist: Die Bienen fliegen circa drei bis fünf Millionen Blüten an, das sind ungefähr 60.000 Ausflüge in einem Radius von vier bis fünf Kilometern und sammeln Blütennektar und Honigtau. Bereits beim Einsammeln und Transport zum Bienenstock reichern sie diese Grundstoffe mit wertvollen körpereigenen Substanzen an.
Diese Enzyme beschleunigen die Umwandlung von Saccharose (Zucker) in Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker).

Im Bienenstock angekommen, lagern die Bienen den Honig in den Waben ein. Sie setzen ihm Fermente zu und entziehen ihm überschüssiges Wasser, um in haltbar zu machen. Ist der Honig „reif“, wird jede Wabe mit einem Wachsdeckel versiegelt. Den Wachs hierzu produzieren die Bienen selbst. Einmal versiegelt, haben weder Gerüche noch Fremdstoffe eine Chance, in den Honig zu gelangen. Und die Bienenpolizei leistet noch mehr: verirrt sich ein fremdes Tier in den Bienenstock, wird dieses getötet und sorgfältig mit einer Wachsschicht überzogen, damit keine Bakterien in den Bienenstock gelangen.

Honigwaben mit Bienen

Diese Honigwaben sind schon mit Wachs versiegelt.

Der Imker erntet nur noch den Honig

Für den Imker beginnt nun die „Erntezeit“. Nachdem die Waben entnommen sind, erfolgt eine gründliche Sortenbestimmung: Farbe, Geruch und Geschmack des Honigs werden geprüft und die Sorte bestimmt. Erst dann werden die Wachsdeckel mit einem Messer oder einer speziellen Gabel entfernt, die Waben in eine Zentrifuge eingesetzt und der Honig herausgeschleudert. Qualitativ hochwertiger Honig darf übrigens nur kalt – ohne den Einsatz von Wärme – geschleudert werden. Nach dem Schleudern werden durch feine Siebe eventuelle Verunreinigungen (wie z.B. Wachsreste) aus dem Honig gefiltert.

Honig – Gesunde Qualität – vom Imker geprüft

Neben dem richtigen Standort der Bienen ist entscheidend für die Qualität und Haltbarkeit der Wassergehalt des Honigs. Er sollte bei maximal 18 % liegen und wird vor dem Abfüllen vom Imker mit einem speziellen Meßgerät überprüft. Danach entscheidet sich, ob der Honig in großen Edelstahlbehältern zum Nachreifen zwischengelagert oder bereits in Gläser abgefüllt wird.
Verantwortungsvolle Imker achten darauf, dass der Honig weder chemisch noch thermisch verändert wird.

Vielfältig wie die Natur: die Sorten

Hundertprozentige Einblütenhonige existieren in der Natur nicht. Honig ist immer eine Mischung aus mehreren Honigen, bei denen allerdings eine Nektarsorte überwiegt. Akazienhonig mit seinem sehr feinen und dezenten Geschmack beispielweise benötigt für das typische Aroma einen sehr hohen Anteil reinen Akaziennektars. Für Kastanienhonig sind durch den intensiven Geruch und Geschmack hingegen nur mind. 40 % reiner Kastaniennektar erforderlich.

Honig lebt

Honig ist ein lebendiges Produkt. Farbe, Geruch und Geschmack ändern sich von Sorte zu Sorte und können auch von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich sein. Denn neben dem Wetter, das natürlich sehr stark Blütendauer und Blütenmenge bestimmt, spielen die Blütentreue der Bienen und auch der richtige Termin des Imkers für die Honigernte entscheidende Rollen für die Honigqualität.

Allen Honigsorten gemeinsam ist das „Kristallisieren“, also das Festwerden des Honigs. Es ist ein natürlicher Vorgang, der je nach Sorte und Anteilen an Fruktose und Glukose früher oder später eintritt. Die Anteile der verschiedenen Blüten bestimmten jeweils die Art der Kristallisation. Sie kann mehr oder weniger grob, fein, hart oder weich sein.

Bei Honig, der immer flüssig bleibt, kann davon ausgegangen werden, dass er erhitzt wurde. Jede Temperatureinwirkung über 37° C (der Innentemperatur des Bienenstocks) schadet den wertvollen Inhaltstoffen des Honigs.

Wenn Sie mehr über die Arbeitsweise unseres Imkers wissen möchten, können Sie dies im Herstellerprofil von Luciano Pasolini nachlesen.

© www.godita.de

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