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Franco Pedrini

Franco Pedrini

San Cristoforo

Pasta wie hausgemacht

Franco Pedrini entschied sich vor ca. 16 Jahren, mit seiner Familie von Trentino aus Norditalien in die Toskana umzusiedeln. Sein biologisch-dynamisch arbeitender landwirtschaftlicher Betrieb liegt in 550 m Höhe auf den Hügeln der Toskana, ein ganz besonderes Fleckchen unberührter Natur.

Auf den 50 ha seiner Azienda werden Getreide, Gemüse und Früchte sowie Grünfutter für seine sechs Jersey-Kühe und zwölf Bergziegen angebaut. Der Betrieb ist Demeter-zertifiziert.

Folgende Getreidesorten mit einem niedrigen Glutenanteil und reich an wertvollen pflanzlichen Eiweißen werden nach bio-dynamischen Grundsätzen angebaut:

  • Dinkel
  • Hartweizen
  • Hartweizen Senatore Cappelli
  • Hafer der Sorte „Mozart“, der besonders gut für Diabetiker und die Kinderernährung geeignet ist
  • Mais
  • Buchweizen

Franco Pedrini beschäftigt sich intensiv mit dem Anbau und der Forschung antiker Getreidesorten, z.B. Senatore Cappelli. Das antike Getreide wird besonders gut von Menschen vertragen, die unter diversen Intoleranzen leiden.

Die Getreidehalme von Senatore Cappelli haben eine Höhe von fast 1,5 m, was sie zwar anfälliger für Wind und Regen macht, aber sie sind „der Sonne näher“. Dies ist für die Qualität des einzelnen Getreidekorns sehr wichtig, denn durch die Sonne reift das Getreide besser aus.

Hausgemachte Pasta von sehr hoher Qualität

Das Getreide von San Cristoforo wird in einer Steinmühle gemahlen und direkt in der Azienda weiterverarbeitet. Die Nudelherstellung erfolgt handwerklich in kleinen Mengen. Der Nudelteig wird mit Bronzewalzen ausgerollt, was der fertigen Nudel eine poröse Oberfläche gibt. Die Nudel kann dadurch besonders gut Saucen aufnehmen. Für die Erhaltung der wertvollen Inhaltsstoffe ist die langsame Trocknung bei niedriger Temperatur (24 bis 48 Stunden bei ca. 35 ° C) ganz wichtig.

Die handgefertigten Nudeln brauchen auch eine besondere Aufmerksamkeit bei der Zubereitung. Sie sollten beim Kochvorgang auf keinen Fall umgerührt werden, nach dem Abschütten etwas ruhen und dann vorsichtig mit der Sauce vermischt werden.

Die bio-dynamische Landwirtschaft

Die auf Rudolf Steiner zurückzuführende biologisch-dynamische Landwirtschaft ist die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung. Hierbei wird der landwirtschaftliche Betrieb als ein individueller Organismus verstanden. Demeter-Höfe sind Bauernhöfe mit Menschen, die mit Tieren, Pflanzen und Boden eine Einheit entwickeln und dabei wechselseitig voneinander profitieren. Deshalb hat Demeter als einziger Öko-Verband für seine landwirtschaftlichen Betriebe die Tierhaltung obligatorisch vorgeschrieben.

Tiere, vor allem die Kühe, spielen eine zentrale Rolle in der betrieblichen Individualität des Hoforganismus. Die Anzahl der Kühe ist von der Größe des bewirtschafteten Landes abhängig. Der Kuhmist ist wertvoller Dünger, der gebraucht wird, um das Land fruchtbar zu halten. Die Tiere bekommen das auf dem Hof gewonnene Futter und liefern dafür wertvolle Lebensmittel.

Bio-dynamisch arbeitende Bauern haben nicht allein die konkreten materiellen Substanzen, die physischen Kräfte der Natur, im Blick, sondern auch die gestaltenden Kräfte des Kosmos. Typisch und deshalb in den Richtlinien entsprechend verankert ist der Einsatz spezieller Präparate aus Heilkräutern, Mineralien und Kuhdung. Die Landwirte stellen sie selbst her: aus Baldrian, Kamille, Eichenrinde, fein zerriebenen Quarzkristallen, Schafgarbe oder einem Kuhhorn, das – mit Kuhdung gefüllt – im Frühherbst vergraben wird. Dieses Hornmist-Präparat wird im Frühjahr aus dem Horn geschabt und in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser verrührt, dynamisiert. So lassen sich die gesammelten kosmischen Kräfte des Präparats unmittelbar auf das Wasser übertragen. Und das bringen die Bauern als feinen Sprühregen auf die Nutzflächen aus. Es wirkt dann wie in der Homöopathie energetisch auf Boden und Pflanzen.

Durch die biologisch-dynamischen Präparate wird der Boden immer lebendiger und fruchtbarer. Seine Humusschicht wächst, die Pflanzen reifen harmonischer.

(Teilweise Auszug aus den Demeter-Richtlinien)


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