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Luciano bei der Arbeit

Luciano bei den Bienen

Officinalia Pasolini

Wertvoller Bienenhonig

Luciano Pasolini hat die Imkerei von seinem Vater gelernt und ist inzwischen selbst mehr als 20 Jahre in der Toskana als Imker tätig. Er hat heute fast 200 Bienenvölker, die zu einem Teil auch zum Nektarsammeln in ausgewählte Gebiete gebracht werden. Bei der Standortwahl achtet Luciano ganz genau darauf, dass die Bienenstöcke fernab von Autostraßen oder konventionell arbeitender Landwirtschaft in unberührter Natur oder bei Bio-Bauern ihren Platz finden.

Der Respekt und die Liebe zu den Bienen sind nicht nur moralische Grundlage, sie spiegeln sich in der Qualität des Honigs wider. Die Erfahrung zeigt, dass ein gestresstes Tier kein Nahrungsmittel mit hohem Nährwert hergeben kann. Wichtig sind für das Bienenvolk Erholungphasen und es kann nicht aufs Äußerste Honig produzieren.

Luciano Pasolini kontrolliert die Bienenvölker

Luciano Pasolini kontrolliert die Bienenvölker

Die Bienenkästen werden – zur leichteren Orientierung für die Bienen beim Anflug – von außen mit Leinöl gestrichen, das mit Pflanzenfarben gefärbt ist. Luciano trägt bei der Arbeit an den Bienenstöcken grundsätzlich keine Handschuhe. Er sagt, dass er viel vorsichtiger mit den Bienen umgeht, wenn er das Risiko eingeht, gestochen zu werden. Zur Bekämpfung von Krankheiten setzt Luciano nur Mittel ein, die auch naturgemäß im Honig vorkommen (z.B. stark verdünnte Ameisensäure). Auch bei der im Winter erforderlichen Zufütterung bleibt Luciano konsequent: Er verwendet keine Zuckerlösungen sondern nur Honig aus der eigenen Imkerei.

Honig ist ein Naturprodukt

Honig ist ein natürliches und ganz besonders wertvolles Lebensmittel. Dies wird schon deutlich, wenn man sich bewusst macht, was für die Herstellung von einem Kilogramm Honig erforderlich ist: Die Bienen fliegen circa drei bis fünf Millionen Blüten an, das sind ungefähr 60.000 Ausflüge in einem Radius von vier bis fünf Kilometern, und sammeln Blütennektar und Honigtau.

Während des Fluges zurück zum Bienenstock wird dieser Nektar von der Biene mit körpereigenen Enzymen angereichert und verstoffwechselt. Im Bienenstock wird der Honig eingelagert und muß dort reifen. Erst wenn er reif ist, wird jede Zelle von den Bienen mit Bienenwachs verschlossen.

Der Imker entnimmt die Rahmen mit den Honigwaben zur richtigen Zeit, entfernt den Bienenwachsdeckel und schleudert den Honig in einer Zentrifuge ohne Einsatz von Wärme heraus. Der Honig wird durch ein Sieb gefiltert, damit eventuelle Verunreinigungen, wie z.B. Wachsreste, entfernt werden. Dann muß er weiterhin in Edelstahlbehältern so lange reifen, bis er nur noch einen Wasseranteil von ca. 18 % hat. Dieser Wert ist wichtig für die Haltbarkeit des Honigs.

Ist der Honig nun endlich “reif” erfolgt die Abfüllung in die Gläser. Während des gesamten Verarbeitungsprozesses darf der Honig keiner Wärme ausgesetzt werden, damit die wertvollen Inhaltsstoffe im Honig nicht zerstört werden.

Nicht wärmebehandelter Honig bleibt nur eine gewisse Zeit flüssig und wird – je nach Sorte – schon nach wenigen Monaten oder erst nach einem Jahr fest. Die Kristallisation (Festwerdung) von Honig ist ein natürlicher Prozess und ein Qualitätsmerkmal guten Honigs.

Die Officinalia von Luciano Pasolini

Ausblick vom Gemüsegarten Luciano Pasolinis

Die Azienda von Luciano Pasolini befindet sich in den Hügeln um San Gimignano. Neben der Bienenzucht gehört auch eine biodynamische Obstplantage zu dem Betrieb. Luciano war bis vor einem Jahr Demeter-zertifiziert, hat sich jedoch aus finanziellen Gründen nicht mehr zertifizieren lassen. Er produziert unverändert biologisch-dynamisch.

Wenn Sie mehr über die biodynamische Landwirtschaft wissen möchten, lesen Sie hier weiter.


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